«Ich hab Sie in der Früh hier hineingehen gesehen.»
Shownotes
Unser Zufallssatz:
«Ich hab Sie in der Früh hier hineingehen gesehen.»
Quintessenz der Diskussion von Judith Niederberger aka Lakritza
Vom Beobachten des Beobachters der Beobachter: So lässt sich die Diskussion im heutigen 1SLC charakterisieren.
Dabei helfen wir u.a. einer Teilnehmerin, ihr Trauma zu verarbeiten, wie sie und alle anderen im Quartier von einer mittlerweile verstorbenen Nachbarin tagtäglich bei allem überwacht worden sind. Nach deren Tod ist sie in ihre etwas grössere Wohnung eingezogen. Nun klingeln immer wieder Menschen an ihrer Tür, die den neusten Tratsch von der alten Frau, die sie immer noch lebend wähnen, erfahren möchten.
Das Beobachtet-Werden kann eine gute Sache sein, wie z.B. das Neighbourhood Watch, das dem Wohle des Quartiers gilt. Doch wie so oft, ist die Grenze nicht klar zu ziehen, wo das Achtsame aufhört und das unverschämt Neugierige beginnt oder gar ein verheerendes Stalking vorliegt.
Als es noch keine Zeitungen gab, waren Informations-Umschlagstellen wie diese jener Nachbarin ein nachvollziehbares Bedürfnis. Sie haben sich mittlerweile verlagert in die Coiffeursalons. Da erfährt man brandaktuell, wer welches Puff besucht und dann gleich die Kirche nebenan aufgesucht hat.
Ja, letztere weiss bestens, wo man sich geomarketingmässig platziert, um sein reuiges Zielpublikum zu erreichen.
Grafik: Judith Niederberger aka Lakritza mithilfe von Midjourney
Mitwirkende: Judith Niederberger, Jeannette Häsler Daffré, Riccarda Mecklenburg, Maria-Anna Meissner, Sebastian Graulich, Emanuel Zifreund, Nicole Dirksen, Viktoriya Limba, Rosemarie Burmeister u.v.a.m.
Neuer Kommentar