«Vielleicht habt ihr recht ... »

Shownotes

Unser Zufallssatz:

«Vielleicht habt ihr recht … »

Quintessenz der Diskussion
von Judith Niederberger aka Lakritza

Einmal mehr zeigt sich im 1SLC, wie ein simpler Satz ganz unterschiedlich interpretiert werden kann. Und wie die Auslotung dieser beiden Positionen eine tiefgreifende, berührende Diskussion entstehen lässt.

«Vielleicht habt ihr recht …»:

Für die einen klingt diese Aussage nach feigem Ausweichmanöver. Warum nicht Paroli bieten und sagen: «Was ihr da vom Stapel lasst ist absoluter Bockmist!»

Für andere offenbart der Satz Bescheidenheit und Reflexion. Es sei wohltuend, dass jemand bereit ist, seine eigene Position in Frage zu stellen. Diese Haltung bietet Raum für neue Denkweisen.

Sprachphilosophisch lassen sich drei Ebenen ausmachen: Die Aussage «Das stimmt resp. stimmt nicht» ist auf der Oberfläche anzusiedeln. Sie siganlisiert eine Nulltoleranz an Bereitschaft, die eigene Ansicht zu hinterfragen. Auf der zweiten Ebene ist dieser Satz hier: Er signalisiert, dass das unterschiedliche Meinungen vertreten werden und der tatsächliche Sachverhalt nicht eindeutig klar ist. Diese Gesinnung bietet die Möglichkeit, die dritte Stufe zu erreichen: «Ich verstehe dich.» Man nimmt die Denkposition des Gegenübers ein, unabhängig davon, ob man seine eigene Meinung revidiert oder nicht.

In der heutigen Welt wünschten wir uns mehr diplomatische Diskurse auf dieser Ebene. Dann alles andere – die subjektive Sicht als die einzig richtige etablieren zu wollen –, führt zu keinem Ziel und ist reine Energieverschwendung.

Bildbeschreibung
Grafik: Judith Niederberger aka Lakritza mithilfe von ChatGPT und Midjourney sowie inspiriert von Fred Eerdekens' Shadow Art

Mitwirkende:
Judith Niederberger aka Lakritza, Jeannette Häsler Daffré, Riccarda Mecklenburg, Maria-Anna Meissner, Uwe Laskowski, Rahman Jamal u.a.m.

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